Teilflächen berücksichtigen

Erwarten Sie an jeder Stelle Ihres Feldes den gleichen Ertrag? Nein?

Dann wäre es doch auch sinnvoll, dies in der Düngung zu berücksichtigen!

Kaum ein Feld ist homogen. Meist gibt es Bereiche innerhalb der Flächen, die aufgrund von Variationen in den Aufwuchsbedingungen, beispielsweise durch andere Bodeneigenschaften, unterschiedliche Wuchspotentiale haben. Ein klassisches Beispiel sind Variationen in der Wasserhaltefähigkeit des Bodens. Sandige oder kiesige Bereiche innerhalb des Feldes kommen in warmen Sommertagen deutlich früher in Trockenstress als die lehmigen Bereiche in direkter Nachbarschaft. Wo der Getreidebestand im Mai noch wunderbar gleichmäßig und stark stand zeigen sich nun in der Abreife deutliche Unterschiede. An manchen Stellen können die Pflanzen ihr volles Potential nicht entfalten, da die Wuchsbedingungen dies nicht erlauben. Jedes Kilogramm Stickstoff, das von den Pflanzen nicht aufgenommen wird, belastet das Grundwasser und die Umwelt. Aber auch den Geldbeutel des Landwirts! Dies ist umso ärgerlicher, wenn die Düngemenge, die ausgebracht werden kann, sowieso durch gesetzliche Vorgaben limitiert ist. Bei einer gleichmäßigen Düngung einer heterogenen Fläche, die sich in ihrer Höhe am durchschnittlichen zu erwartenden ertrag orientiert, werden schlechte Bereiche im Feld zwangsweise überdüngt, während gute Bereiche mit überdurchschnittlichem Ertragspotential unterversorgt werden. Dies bedeutet nicht nur einen Effizienzverlust im jeweiligen Erntejahr und eine Belastung der Umwelt, sondern senkt langfristig sogar die zu erwartenden Erträge. Hohe Ertragsbereiche werden regelmäßig unterversorgt, was die Niedrigertragsbereiche jedoch durch die zu hohe Düngung nicht ausgleichen können.

Die TalkingFields NManager Produkte zur teilflächenspezifischen Düngung liefern Ihnen zu jeder Düngeapplikation die Information, wie sie die vorhandene Düngemenge optimal in der Fläche verteilen. Hierbei gibt es für verschiedene Kulturen angepasste Produkte, die die jeweiligen Besonderheiten berücksichtigen. Bei jedem dieser Produkte liefern wir Ihnen termingerecht zur geplanten Düngegabe den N-Bedarf in 10x10m. Diesen N-Bedarf können Sie dann mit dem von Ihnen gewünschten Düngemittel verrechnen und mit geeigneter Technik teilflächenspezifisch ausbringen.

Die TalkingFields Basiskarte

Die TalkingFields Basiskarte ist dazu ein anerkanntes und leistungsfähiges Produkt, vor allem auch im direkten Vergleich mit anderen anerkannten Messmethoden, z. B. Reichsbodenschätzung, Leitfähigkeitsmessungen oder Ertragskartierungen.

Die TalkingFields Basiskarte wird durch die geostatistische Auswertung mehrjähriger Satellitendaten erstellt, um Einflüsse von Witterung und unterschiedlichen Fruchtarten auszuschließen. Sie weist, statistisch gesichert, auf beständige, relative Biomasseunterschiede hin, die als Entscheidungsgrundlage für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung verwendet werden.

Die TalkingFields Basiskarte kann als Grundlage für Applikationskarten für Aussaat, Düngung oder auch  Pflanzenschutzmaßnahmen dienen – großflächig, zuverlässig und zu einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis.

Die TalkingFields NManager Produktreihe 

Das Basisprodukt zur teilflächenspezifischen N-Düngung ist der TalkingFields NManager. Dieser liefert einmalig im Jahr eine N-Verteilkarte, basierend auf Satellitendaten der vergangenen Jahre. Dieses Produkt eignet sich für Kulturen, die nur einmal im Verlauf der Wachstumssaison gedüngt werden, wie beispielsweise Mais und Zuckerrüben. Die natürliche Variation der wuchspotentiale innerhalb der Fläche wird genutzt um die Düngegabe optimiert in der Fläche zu verteilen. Die maximal zulässige Düngemenge nach DÜV wird bei der Produkterstellung berücksichtigt.

Getreidekulturen werden üblicherweise mehrmals innerhalb einer Wachstumssaison gedüngt. Für diese deutlich komplexeren Kulturen wurde der TalkingFields NManager Pro entwickelt. Zu jeder anstehenden Düngegabe wird einige Tage vor der geplanten Düngegabe eine aktuelle Verteilkarte geliefert, die präzise den aktuellen N-Bedarf des Bestandes kartiert. Bei der Produkterstellung wird sowohl der aktuelle Aufwuchs auf dem Feld als auch die zu erwartende Entwicklung des Bestandes, abgeleitet aus Analysen von Satellitendaten der vergangenen Jahre, berücksichtigt. Dieses sogenannte Map Overlay Verfahren vereint alle vorhandenen Informationen über den Pflanzenbestand um die beste Entscheidung zu treffen (siehe auch: Maidl et al., Teilflächenspezifische Stickstoffdüngung, Getreidemagazin 3/2012). Auf diese Weise können Standortbesonderheiten die die Abreife, und somit die Ertragsbildung, beeinflussen, mit einberechnet werden. Zusätzlich zu der optimierten räumlichen Verteilung des Düngemittels in der Fläche erfolgt auf eine Einschätzung, ob der bei der Düngeplanung angenommene Zielertrag im jeweiligen Jahr erreicht wird. Wenn die Analyse der aktuellen Daten zeigt, dass die Bestände sich im jeweiligen Jahr deutlich besser oder schlechter entwickelt, wird gegebenenfalls die Gesamt-düngemenge angepasst. Die maximal zulässige Düngemange nach DÜV wird während der gesamten Wachstumssaison mitgeführt und natürlich bei jeder Düngebedarfsberechnung berücksichtigt.

Für den Sonderfall Raps gibt es im TalkingFields Produktportfolio die Lösung TalkingFields NManager Pro Raps. Wie auch beim Getreide wird auch beim Raps sowohl die aktuelle Entwicklung des Bestandes zum Zeitpunkt der Düngegabe als auch die zu erwartende Entwicklung berücksichtigt. Satellitendaten liefern auch im Winter Informationen, sodass zur Rapsdüngung im Frühjahr die aktuelle N-Aufnahme berücksichtigt wird. Auch eine Empfehlung zur Aufteilung der Düngegabe in 2 Gaben, sowie deren Gewichtung, wird geliefert.

Mit den TalkingFields NManager Produkten können Sie demnach für verschiedenste Kulturen:

  • eine optimale Nährstoffversorgung Ihrer Feldfrüchte planen
  • den Einsatz von Düngemitteln optimieren und dabei
  • auf fruchtbaren Teilflächen die Erträge umweltverträglich maximieren
  • während Sie jederzeit die gesetzlichen Vorgaben nach DÜV beachten.

Applikationskarten im Map-Overlay-Verfahren

In verschiedenen wissenschaftlichen Studien und praktischen Versuchen hat sich gezeigt, dass in der teilflächenspezifischen Stickstoffdüngung eine Kombination aus der Integration von langfristigem Ertragspotential und aktuellem Entwicklungsstand und Versorgungszustand des Bestandes die besten Ergebnisse bringt. Man nennt dies das Map-Overlay-Verfahren. Durch die Extraktion langjähriger Biomassemuster aus Archivdaten (TalkingFields Basiskarte) sowie die Berechnung des aktuellen Bestandeszustands mit diesjährigen Satellitendaten und einem Wachstumsmodell (TalkingFields Biomassekarte), ist es mit den Methoden von TalkingFields möglich, das Map-Overlay-Verfahren auf einer einheitlichen, flächendeckenden Datenquelle aufzubauen.

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Die TalkingFields Biomassekarte

Die TF Biomassekarte zeigt die gesamte oberirdische trockene Biomasse auf dem Feld zu einem spezifischen Zeitpunkt in t/ha. So kann das  Pflanzenwachstum innerhalb der laufenden Vegetationsperiode überwacht werden um gegebenenfalls regulierend einwirken zu können.

Ausgeliefert werden über die Wachstumsperiode hinweg vier TF Biomassekarten zu frei gewählten Zeitpunkten. Zumeist werden Termine kurz vor oder am Tag einer geplanten Maßnahme (z.B. Düngung) verwendet.

Für die Erstellung der TF Biomassekarte werden aktuelle Satellitendaten mit einem Pflanzenwachstumsmodell (PROMET) kombiniert. Dadurch ist es möglich Karten auch zu Zeitpunkten zu erstellen, zu denen keine qualitativ hochwertige Satellitenaufnahme vorliegt.

Das Produktblatt TalkingFields Biomassekarte ist unter Download zu finden.